Nr. 36/2026 · Donnerstag, 3. September 2026Archiv · So arbeiten wir →

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Thailand · Visa · Nr. 36/2026

LTR-Visum: Die Jahresmeldung ersetzt die 90-Tage-Meldung. Jede Bedingung gilt über die gesamte Laufzeit.

Das Board of Investment vergibt das Long-Term-Resident-Visum für zehn Jahre in zwei Schritten, mit Jahresmeldung statt 90-Tage-Meldung und 17 Prozent Einkommensteuer für Fachkräfte. Der Satz, der zählt, steht weiter unten.

Ein älterer Mann im hellen Hemd wartet mit einer Dokumentenmappe auf einem Plastikstuhl in einer großen Behördenhalle in Bangkok, im Hintergrund weitere Wartende unter Deckenventilatoren.
Bangkok, Wartehalle. Das Visum ist durch, die Mappe bleibt: Jede Bedingung gilt weiter. · Symbolbild

Vier Kategorien, darunter ausdrücklich Ruheständler und Work-from-Thailand-Professionals. Typische Schwellen: 80.000 US-Dollar Jahreseinkommen im Schnitt der letzten zwei Jahre, mit Master-Abschluss 40.000, dazu eine Krankenversicherung über mindestens 50.000 US-Dollar oder ersatzweise 100.000 US-Dollar Guthaben auf einem Konto im eigenen Namen.

Der Satz, der zählt: „Every condition and requirement must be maintained during the length of the visa, including investment amounts, employment status, bank account balances, and insurance coverage." Die Erleichterung bei der Meldung wird bezahlt mit Bedingungen, die man jederzeit nachweisen können muss. Eine ausgelaufene Police oder ein unterschrittenes Guthaben gefährdet den Status, nicht erst bei der Verlängerung.

Was offen ist: Das BOI veröffentlicht Kriterien, keine Prüfpraxis zwischen den Verlängerungen. Praktisch heißt das: Police und Kontoauszug so führen, als käme die Frage morgen. Das BOI warnt außerdem vor Anbietern, die als autorisierte LTR-Agenturen auftreten.

Quelle: Board of Investment, ltr.boi.go.th · Stand 3. September 2026

Die ganze Ausgabe Nr. 36/2026 lesen · 8 Minuten
Radar · Nr. 36/2026 · Stand 3. September 2026
  1. ThailandFirma
    Senatsvorschlag: 100 Prozent Auslandsbeteiligung an Unternehmen. Senatorin Prathum Wongsawat hat am 1. September vorgeschlagen, ausländische Beteiligungen proportional zum Kapital bis 100 Prozent zuzulassen, als Antwort auf Nominee-Strukturen. Heute gilt die 49-Prozent-Grenze. Landbesitz war nicht Thema. Ein Vorschlag, kein Gesetzentwurf.
    The Thaiger, 2. September 2026 · Senatsvorschlag, kein Gesetzentwurf
  2. PhilippinenAufenthalt
    PRA-Büros freitags geschlossen, Clark seit April zu. Die Philippine Retirement Authority öffnet Montag bis Donnerstag von 7:00 bis 15:30 Uhr, das Satellitenbüro Clark ist seit dem 15. April vorübergehend geschlossen, Zentral-Luzon wird über Makati bedient. Jede Erneuerung des SRRV-Ausweises braucht ein neues Foto.
    Philippine Retirement Authority, pra.gov.ph · Stand 3. September 2026
  3. VietnamVisa
    e-Visa unverändert: bis 90 Tage, 25 oder 50 US-Dollar. Einfache oder mehrfache Einreise, Zahlung über das Portal, keine Erstattung bei Ablehnung, Ein- und Ausreise nur über die amtlich bestimmten Grenzübergänge. Für längere Aufenthalte braucht es eine Einladung oder Garantie aus dem Land.
    Vietnam Immigration, evisa.gov.vn · Stand 3. September 2026
  4. MalaysiaAufenthalt
    MM2H: unter 50 Jahren 90 Anwesenheitstage pro Jahr. Die Richtlinien nennen vier Kategorien, Mindestalter 25, für Teilnehmer unter 50 eine kumulierte Anwesenheit von 90 Tagen jährlich und eine Pass-Gebühr von 500 Ringgit. Die Festgeldhöhe je Kategorie zeigt die Behörde nur als Übersichtsgrafik; vor dem Antrag dort nachlesen.
    MM2H-Richtlinien, mm2h.gov.my · Stand 3. September 2026
  5. Hongkong / SingapurKonten und Firmen
    Singapur: neues Formular 45 für Direktoren seit 6. Mai 2026. ACRA hat die Einwilligung zur Bestellung als Direktor samt Erklärung zur Nicht-Disqualifikation aktualisiert. Wer eine Singapur-Gesellschaft aus Thailand, den Philippinen, Vietnam oder Malaysia heraus führt, unterschreibt bei der nächsten Bestellung die neue Fassung. Alte Vorlagen sind veraltet.
    ACRA, acra.gov.sg · Stand 3. September 2026

Jede Zeile trägt Quelle und Stand. Wo sich nichts geändert hat, steht das auch so.

Aus Nr. 36/2026
Zahl der Woche
500 Ringgit pro Jahr.

Die Pass-Gebühr im MM2H-Programm, dazu 0 bis 50 Ringgit Visumgebühr je nach Nationalität. Nicht enthalten: Festgeld, Agentur, Anwesenheitstage. Stand: MM2H-Richtlinien, 3. September 2026.

Realität vor Ort

Zum Senatsvorschlag läuft im Forum ASEAN NOW eine lebhafte Diskussion. Kaum jemand rechnet mit einer schnellen Umsetzung, aber mehrere Teilnehmer berichten, dass Banken und Behörden Nominee-Strukturen in diesem Jahr genauer ansehen. Offiziell ist davon nichts: ein Vorschlag, kein Entwurf, keine Regierungsposition.

Diese Woche prüfen
  1. LTR: Läuft die Krankenversicherung über 50.000 US-Dollar ohne Lücke, oder liegt das Ersatzguthaben dauerhaft auf dem Konto?
  2. MM2H unter 50: Anwesenheitstage in Malaysia dieses Jahr zählen.
  3. Singapur-Direktoren: Ist die Form-45-Vorlage die Fassung seit 6. Mai 2026?

Das ist ein Ausschnitt. Die ganze Nummer hat je zwei Meldungen pro Land, die Quellenbox und die Checkliste zum Abhaken.

Nr. 36/2026 komplett lesen →
Warum es diesen Brief gibt

Wer in Südostasien lebt, dort arbeitet, seinen Ruhestand verbringt oder einen Umzug vorbereitet, hat kein Informationsproblem. Es gibt Behördenseiten, Foren, Kanzleien, Bekannte. Das Problem ist die Sortierung: Was ist offiziell, was ist Interpretation, was ist die Erfahrung aus einem einzelnen Büro, und was ist ein Gerücht? Das Visum funktioniert, das Bankkonto nicht. Die Schule ist bezahlbar, die Aufenthaltsperspektive ist es nicht.

Deshalb dieser Brief: einmal pro Woche, kurz, mit verlinkten Quellen. Eine Änderung, die zählt. Ein Radar über Thailand, die Philippinen, Vietnam und Malaysia. Eine Zeile zu Hongkong und Singapur, weil dort oft das Konto oder die Gesellschaft liegt. Drei Dinge, die man diese Woche prüfen kann. Und wo ich selbst noch unsicher bin, steht es dabei.

ArneHerausgeber · Weiter östlich

Straßencafé am Morgen: ein älterer Mann liest Zeitung, am Nebentisch arbeitet eine junge Frau am Laptop, Motorroller fahren vorbei
Morgens im Straßencafé. Derselbe Tisch, zwei Lebensentwürfe, dieselben Fragen an Bank und Behörde.
Für wen

Für alle, die in Südostasien ein Leben führen, nicht nur Urlaub machen.

Rentner mit Langzeitvisum, Familien mit Schulkindern, Berufstätige mit Arbeitserlaubnis, Digital Nomads mit fester Basis, Unternehmer mit Gesellschaft vor Ort oder im Hub. Wer schon dort lebt, wer gerade vergleicht, wer in sechs Monaten umzieht. Alle bekommen dieselbe Ausgabe: das, was sich geändert hat, und das, was man deshalb prüfen sollte.

Hongkong und Singapur

Wo das Konto liegt, nicht das Leben.

Viele, die in den vier Ländern wohnen, halten Konten, Gesellschaften oder Broker in Hongkong oder Singapur. Eine Änderung bei HKMA, MAS, IRAS, IRD oder ACRA kann dort wichtiger sein als jede lokale Regel. Deshalb hat jede Ausgabe eine Zeile dafür: Bankzugang, Firmenpflichten, Zahlungswege, Steuerabkommen. Über das Leben in den Hubs schreiben wir nicht.

Früher Morgen an einem ruhigen Strand in Südthailand: ein Longtail-Boot am Wasser, eine Frau geht mit einer Kaffeetasse am Ufer entlang, Kalksteinfelsen im Dunst
Südthailand, sieben Uhr morgens. Der Strand ist der Grund zu kommen. Visum, Konto und Versicherung sind der Grund zu bleiben.
Abenddämmerung auf einer Dachterrasse hoch über Bangkok: Infinity-Pool, ein Paar am Tisch, die Skyline im Dunst
Bangkok, Dachterrasse. Das gute Leben ist hier eine Rechnung mit Positionen: Aufenthalt, Bank, Versicherung, Firma.
Kurz gefragt
Wie oft kommt der Brief?

Einmal pro Woche, donnerstags. Zusätzliche Mails nur, wenn eine wichtige Änderung nicht warten kann.

Was kostet er?

Nichts. Die Gründungsphase läuft als kostenlose Reihe. Das Wichtige und das, was man sonst nur unter der Hand erfährt, bleibt frei.

Welche Länder?

Thailand, die Philippinen, Vietnam und Malaysia, dazu Hongkong und Singapur für Konten und Firmen. Wo sich in einem Land nichts geändert hat, steht das auch so.

Woher kommen die Meldungen?

Aus den Veröffentlichungen der Behörden, Regulatoren und Registerämter der vier Länder und der beiden Hubs. Jede Meldung trägt Quelle und Stand. Was eine Kanzlei einordnet und was Leser vor Ort erleben, steht im Text als das, was es ist.

Ist das Rechts-, Steuer- oder Einwanderungsberatung?

Nein. Der Brief sagt, was sich geändert hat und was man deshalb prüfen sollte. Entscheidungen im Einzelfall brauchen gegebenenfalls qualifizierte Beratung.

Kann ich Länder oder Themen auswählen?

Nach der Anmeldung, freiwillig, auf einer eigenen Seite. Die Anmeldung selbst braucht nur eine E-Mail-Adresse.

Und wenn etwas falsch ist?

Dann wird es sichtbar korrigiert: im Webarchiv und in der nächsten Ausgabe. Wie wir arbeiten, steht unter So arbeiten wir.

Gründungsliste

Weniger raten. Wissen, was sich geändert hat.

Die nächste Ausgabe kommt am Donnerstag. Eine E-Mail-Adresse genügt.

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